Letzter Besuch bei den Dinos

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Hollywood WindowDa ist er nun. Der definitiv letzte Tag im Paradies. Morgen Abend hebt unser Flieger Richtung Los Angeles ab – auf Kauai müssen wir dann erst mal für lange Zeit verzichten. Aber: ich habe den letzten tag nochmal genutzt, um dem letzten „frei“ zugänglichen Eckchen des Jurassic Park einen Besuch abzustatten: Dem Allerton Garden. Ich rede absichlich von mir allein, denn Julia und die Kinder konnten nicht mit. Zutritt ab 10 Jahren.

Allerton Garden liegt im Süden der Insel und stößt an das Westende der Kauai Coffee Company an. Das Besucherzentrum liegt fast am Ende einer Straße, die mitten durch ein Wohngebiet geht – direkt gegenüber ist das Spouting Horn – eine Lavahöhle, die lustige Geräusche macht. Allerdings ist hier – am Besucherzentrum – nicht der Eingang zum Allerton Garden. Der liegt nochmal drei Kiloneter weiter die Straße entlang. Also ab ins Shuttle. Das hat Sam durch die Gegend gesteuert. Ein waschechter Hawaiianer. Supernett und sehr gebildet, was die Traditionen angeht.

Sam hat uns, einer etwa 20-köpfigen Reisegruppe estehend aus 19 klugscheißenden Rentnern in Tennissocken und mir, geduldig jede Pflanze im Park gezeigt, erklärt und hat uns auch viele Früchte von den Bäumen ernten lassen. Unter anderem eine riesige und superleckere Pomelo. Allerton Garden gehörte früher Robert Allerton. Einem Künstler, der mit seinem Leben eigentlich ziemlich unzufrieden war. Er hat sich das Stück Land geschnappt und da einen sehr schönen Park draus gezaubert, der Promis in den früheren Jahren eine Zuflucht vor den Paparazzi war.

Das war mir aber alles wurscht. Ich war aus einem ganz anderen Grund im Park: Ich wollte den letzten Drehort von Jurassic Park besuchen. Dort stehen ein paar Großblättrige Feigenbäume – an denen ist eine Szene im Film entstanden. Und ich konnte die Insel einfach nicht verlassen, ohne einmal auf den Spuren von Steven Spielberg – oder in diesem Fall Sam Neill – gewandelt zu sein. Und siehe da: Sam hat mich hin gebracht. Stolz hat er erzählt, wie die Dreharbeiten damals abgelaufen sind und wie stolz er ist, dass er uns diesen Platz zeigen kann. Und Fotos hat er geschossen – darauf war ich dann wiederum sehr stolz.

Auf dem Weg Richtung Shuttle sind wir dann auch am sogenannten „Hollywood Window“ vorbei gekommen. Da hat uns Sam dann verraten, dass ein paar Jahre zuvor Johnny Depp auf der Flucht vor den Piraten der Karibik durchgerannt ist. Einge Szenen aus dem vierten Teil sind hier entstanden. Und Sam hat auch erzählt, dass Johnny Depp vorwiegend von weiblichen Fans verfolgt wurde – und es einige der Mädels trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen bis zum Meister geschafft haben. Danach hab‘ ich noch eine Diskussion über die Waffengesetze in den USA mit einem der Teilnehmer gestartet – und bin glücklich und zufrieden nach hanalei zurück gekehrt. Zum letzten Mal in 2013.

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