Da haut Dir die Natur richtig auf den Deckel…

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Volcano National ParkDrei Wochen Kauai sind der Hammer. Aber: Kauai ist nicht alles. Insgesamt acht bewohnte Inseln gibt’s in Hawaii – die bekanntesten sind sicher Maui, Oahu und Big Island. Eigentlich muss man sie alle sehen, wir haben uns aber dazu entschieden, nur zwei zu besuchen. Die Größte (Big Island) und die mit der größten Stadt (Oahu). Also haben wir einen Zweitagestripp gebucht und sind früh am Morgen von Lihu’e über Honolulu nach Hilo geflogen. Im Gepäck: Ein strammer Plan.

Auf Big Island wollten wir in den Volcano National Park und danach noch auf den Mauna Kea. Klingt nach entspanntem Programm – war aber doch ne ganz schöne Jagd 🙂 Um halb neun sind wir auf dem Flughafen in Hilo gelandet, um 8:45 war der Hubschrauber-Check In für den Rundflug über den Volcano National Park. Weil das ein bisschen knapp war, hab‘ ich vorher mit Safari Helicopters alles abgeklärt und wir sind recht entspannt dort eingetrudelt.

Unser Pilot war zu Beginn noch etwas schüchtern und hat eben „nur“ erklärt, wo wir grade sind, wie die Vulkane funktionieren und wie das überhaupt alles entstanden ist. Weil ich für die Kinder aber immer übersetzt habe, sind wir dann doch ins Gespräch gekommen – er hatte gefragt, ob wir Deutsch sprechen. Als ich dann ja gesagt habe, ist es aus ihm herausgesprudelt: Er sei auch schon in Deutschland gewesen, als Soldat. Jahrelang in Bamberg und München. Darauf hat er uns viel mehr erklärt und auch viele Extrarunden über die Hotspots gedreht. Eine Stunde waren wir unterwegs – und das hat sich trotz des Regens mehr als gelohnt. Das ist nur schwer in Worte zu fassen, wie die Lava unter einem fließt und Straßen, Häuser und ganze Dörfer einfach so überschwemmt. Unglaublich faszinierend.

Nachdem wir wieder in Hilo gelandet waren, haben wir erst mal unser Hotel bezogen – das war ganz in der Nähe vom Flughafen. Lange waren wir aber nicht dort, wir hatten noch einiges vor. Per Mietwagen sind wir dann von Hilo aus Richtung Süden gefahren, in den Volcano National Park. Keine zwei Stunden vorher sind wir mit dem Hubschrauber drüber geflogen, wir wollten uns den Park aber auch unbedingt vom Boden aus ansehen. Und auch das hat sich mehr als gelohnt. Zum einen, weil man noch so viele Dinge entdecken kann, zum anderen aber auch, weil wir freien Eintritt hatten. Der Park hat an diesem Tag Geburtstag gefeiert. Was ein Glück.

Wir haben uns am Besucherzentrum beraten lassen, was wir in drei Stunden alles anschauen können. Wir haben eine Karte bekommen, eine Angestellte hat uns alle Highlights eingezeichnet, die in unseren Zeitplan gepasst haben. Vorbei an den Steam Vents zu einer Lavaröhre bis runter zur Küste – ans Ende der Chain Of Craters Road. Dort wollten wir noch an die Stelle laufen, an der die Lava die Straße überschwemmt hat – die war vom Parkplatz aber zu weit weg. Immerhin hatten wir ja noch was vor. Also sind wir schwer fasziniert von diesen Naturgewalten wieder zurück nach Hilo gefahren – lange Hosen und Jacken einpacken.

An unserem nächsten Ziel war’s nämlich saukalt. Wir sind auf den Mauna Kea gefahren – den höchsten Berg auf Hawaii. 4.200 Meter hoch – mit dem berühmten Keck Observatorium auf der Spitze. So hoch sind wir dann zwar nicht gefahren, aber auf 2.800 Meter ist das Mauna Kea Visitors Information Center. Dort gibt’s jeden Abend die Möglichkeit, sich von Astronomen den Himmel erklären zu lassen und mit Teleskopen verschiedene Sterne anzuschauen. Das wollte ich Niklas nicht vorenthalten. Nach drei Wochen bei 35 Grad waren die 11 Grad auf dem Vulkan sowas wie eine neue Eiszeit – deswegen sind wir auch nicht all zu lange geblieben. Aber: Auch hier war der Besuch unglaublich schön und die lange Anfahrt wert. Gegen 22 Uhr waren wir im Hotel – und die Kinder eingeschlafen, bevor sie richtig im Bett lagen.

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