Natur, Kultur und ein bisschen Jurassic Park

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Limahuli GardenNach dem Nebel-Tag am Kalalau Valley waren wir immer noch ein bisschen enttäuscht. Zumal das Wetter am nächsten Morgen auch nicht grade viel besser aussah als am Vortag. Aber gut: Nach den 300 Kilometern am Dienstag wollten wir den Mittwoch wieder in der Nähe verbringen – und haben uns für den Limahuli Garden entschieden. Einen der zwei großen, öffentlichen botanischen Gärten auf Kauai. Der liegt – wie so vieles Schönes – ganz am Ende des Kuhio Highway, kurz vor der Na Pali Coast an der North Shore.

Was wir im Vorhinein wussten: Steven Spielberg hat dort einen Teil von Jurassic Park gedreht: die Raptor-Fütterung im ersten Teil. Als wir dort angekommen sind, war meine erste Frage: Wo stand er denn nun, der Raptor-Käfig? Eine definitive Antwort habe ich nicht bekommen – aber vermutlich stand er dort, wo heute das Besucherzentrum steht und die Autos parken. Und was wir auch nicht wussten: Der Limahuli Garden ist nicht nur ein botanischer Garten, in dem viele verschiedene Pflanzen stehen. Nein, er ist eine Zeitreise durch die Geschichte von Hawaii.

Direkt zu Beginn des Rundgangs – zu dem man ein ausführliches Begleitheft bekommt – sind einige Terrassen aufgebaut, in denen Taro angebaut wird. Die hawaiianische „Kartoffel“. Keine wirkliche Kartoffel – aber für die Hawaiianer hat Taro den selben Stellenwert. Die Knolle wird zum Grundnahrungsmittel Poi verarbeitet, die Stängel als Gemüse gegessen und in die Blätter wird zum teil Fleisch eingewickelt, um es darin zu garen. Aber: Taro ist keine Ur-Hawaiianerin. Sie kommt aus Polynesien. Das alles und viel mehr lernt man als ahnungsloser Tourist im Limahuli Garden. Von der unglaublich schönen Landschaft fange ich jetzt erst gar nicht an zu schwärmen.

Ganz oben im Park, kurz vor Ende des Rundgangs hat man einen wundervollen Blick über die Berge hinter dem Park. Wie so oft auf Hawaii mit bizarren Felsformationen – von denen ich immer noch nicht wusste, wie sie entstanden. Aber auch das habe ich im Verlauf des Urlaubs noch heraus bekommen. Dazu später mehr. Vor meinem inneren Auge begebe ich mich nochmal in den Limahuli Garden – und genieße Ruhe, Duft und Atmosphäre des Gartens.

Nach dem floralen Kulturprogramm sind wir auf dem Rückweg nach Hanalei nochmal am Lumahai Beach gelandet – wieder in einer Mischung aus Wolken und Nieselregen. Aber das ist auf Hawaii nicht wirklich tragisch: Heiß ist es so oder so. Und ob man nun schwitzt oder ein bisschen Regen abbekommt, das spielt keine Rolle. Am Strand haben wir uns die Felsen ein bisschen näher angesehen – und zum ersten Mal auf Hawaii Spinnen gesehen. Dicke, fette Spinnen – aber entspannte Spinnen. Den Abend haben wir so ausklingen lassen, wie wir das so oft getan haben: Zu Hause am Grill. Aloha live 🙂

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