Wie bei Widmanns unter’m Sofa: Tierische Untermieter

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Unser Haus in HanaleiZugegeben: Die erste Nacht im Paradies war kurz. Viel zu kurz. Um halb vier sind wir ins Bett gekommen, um halb sieben war ich schon wieder wach. Dass ich nur drei Stunden Schlaf abbekommen habe, war dann aber sofort nebensächlich. Ja, ich gebe es zu: Ich war komplett geflasht. Allein der erste Blick aus dem Fenster hat mich total umgehauen. Grün in tausend Schattierungen gab’s vor meinem Fenster. Palmen, Blüten, Bäume und jede Menge Viecher – Kauai hat seinen Namen als „Garden Island“ mehr als nur verdient.

Vor allem die Viecher sind herb: Weil sie auf Kauai kaum Feinde haben, können Sie dort krakeelen, was das Zeug hält. Und das machen die Dinger auch. Vor allem die Grillen haben eine Lautstärke drauf, bei der so mancher ausgewachsener Säuger vor Neid erblassen würde. Aber auch die hawaiianischen Tauben setzen sich gerne vor offene Fenster und brüllen völlig inbrünstig in die gute (Schlaf-)Stube. Ach ja: Die Hühner und Hähne nicht zu vergessen. Seit einem Sturm vor ein paar Jahren vermehren sich die Federviecher auf Kauai explosionsartig und rennen überall herum. Auf Parkplätzen, auf den Straßen – und selbstverständlich vor allem die krähenden Hähne nach kurzen Nächten direkt vor dem Schlafzimmerfenster.

Aber es gibt auch angenehme Genossen rund um’s Haus: Die Weibchen vom Hahn mit ihren Küken sind süß, wie sie durch den Garten watscheln – und selbstverständlich auch die anderen Vögel und die Geckos. Einen haben wir heute früh schon aus seinem Scheiben-Gefängnis befreit und im Garten ausgesetzt. Der andere wohnt unter dem Sofa – und das darf er auch weiterhin.

Aber es ist nicht nur Urlaub pur angesagt – zugegebenermaßen. Weil unsere kleine Panne am Flughafen in Los Angeles den Zeitplan auch shoppingtechnisch durcheinandergebracht hat, mussten wir erst mal einkaufen gehen. Und das hat sich für den Laden mal wirklich gelohnt. Aber immerhin sind wir jetzt erst mal ausgestattet – inklusive einem 24-Flaschen-Kasten Bier-Mix aus Kona 😀

Der Nachmittag war dafür um einiges mehr relaxt: Schwimmen in der Hanalei Bay. Für die Kinder super: Der Strand geht ewig weit sehr flach rein, der Sand ist fein wie Mehl – nur die Sonne – die bruzzet gnadenlos. Niklas hat heute Nachmittag in nur zwei Stunden so viel Farbe bekommen, wie sonst in zwei Wochen in Spanien. Aber: Keiner hat einen Sonnenbrand. Dank Lichtschutzfaktor 30 😀

 

 

 

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